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NORDMØRE/
TRØNDELAG

Nordmøre/Hustadvika -   Landschaft am Meer...

Hustadvika -

Zwischen Bud und Atlanterhavsvegen

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Bud

Die Zuordnung von Orten und Landschaften zu Regionen sehen wir entspannt. Völlig klar, dass die Hustadvika, Bud oder auch Farstad nicht Teil des allgmein hin als Nordmøre bezeichneten Teil des Nordvestlandet sind. Wir sind hier prakmatisch und erlebten diesen Küstenstreifen bei unseren Reisen als natürlichen Teil von Møre, den wir bis hinaus nach Smøla beschreiben. - Bud bietet sich zum einen als Ausflugsziel von Molde an. Zum anderen verfügt der Ort über schöne Ferienhäuser. Und wer im doch sehr gebirgigen Norwegen offenes Meer als Kontrastprogramm sucht, findet es hier. Dabei ist der Atlanterhavsvegen ja auch sehr gut bekannt. Aber auch hier: Die Region bietet viel mehr als eine Straße.

Farstad an der Hustadvika ist schon ein eher größerer Ort. Fastadsanden ist einer von mehreren größeren Sandstränden. In Kombination mit den vorgelagerten Inseln, dem Atlanterhavsvegen und dem nahen Hinterland der Fjorde und Romsdalsalpen auch hier ein guter Standort für min. drei Wochen Norwegen-Aufenthalt.

Atlanterhavsvegen

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Melen (768 m)

Ostern an der Küste. - Uns zieht es dabei immer wieder von unserem "base camp" am Westrand der Rondane hinaus in die weite Küstenlandschaft von Nordmøre. Auch, wenn wir wenig von massentouristisch augewälzten Klischees halten, kommen auch wir am Atlanterhavsvegen nicht vorbei. Das aber auch deshalb, weil dieser über acht Brücken führende Weg (1989) eben nicht für den Tourismus angelegt worden ist. Damals war er eine Sensation für die Einheimischen, deren Leben deutlich vereinfacht worden war. Zudem sieht man es der Region  hier nicht unbedingt an. Aber im Bereich Ålesund - Molde - Kristiansund haben wir es mit einer wirtschaftlichen "Boomregion" zu tun. Auch, wenn speziell der Angeltourismus hier draußen immer schon sehr wichtig war. Die toll angelegte Straße über Dämme, Brücken führt uns über unzählige Holme und Inseln. Wir starten hier unsere Tour auf der Averøyaseite. Die Meeresbucht wird nach Süden von einer Gebirgskette begrenzt, die vom immerhin 768 Meter hohen Melen dominiert wird. Gerade im Spätwinter ein wunderschöner Kontrast.

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Kuholmen

Auf unserer Suche nach den besten Motiven und Perspektiven auf diese Straße im Meer fuhren wir zunächst auf der Insel Averøya etwas südlicher zum kleinen Küstenflecken Kiperneset. Von hier sieht man den Verlauf sehr gut und bekommt gleichzeitig einen Gesamteindruck von der Lage. Weites Wasser, südlicher noch die hohen Berge und nach Westen flaches Land.

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Kiperneset-
Perpektiven...

Norwegen ist ohne Zweifel auch ein Land der faszinierenden Straßen. Jenseits der Europastraßen im Osten sind viele Wege im Land ein reiner Genuß. Die Fahrtzeit wird durch die vielen Kurven, aber eben auch durch die vielen Anreize anzuhalten, in die Länge gezogen. Der Weg am Atlantik über die vielen kleinen Inseln ist ohne Zweifel ein solcher. - Nach Überquerung der vielen Brücken befinden wir uns auf der Insel Averøya, die vor allem bei Anglern wegen der tollen Angelmöglichkeiten und einladenden Übernachtungsbetrieben bekannt sein dürfte. Die nächste Fähre bringt uns auf die Insel Frei.

Impressionen am

Atlanterhavsvegen

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Jedem sei empfohlen, die Strecke nicht nur im eigenen Womo, Motorrad, Auto "abzurollen" und abzuhaken. Statt dessen bieten sich verschiedene Haltemöglichkeiten an. Dort beginnen oft nur wenige Meter lange Touren, hinaus auf eine Felsnase oder an einen Sund. Der Duft des Meeres und die schneebedeckten Berge verzaubern und die Straße wird zweitrangig. Wer die Angel dabei hat, kann gerade von den etwas niedrigeren Brücken aus sein Glück versuchen.

Brücke über den
Storseisundet

Kristiansund-Rollskimekka

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Kristiansund

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Kristiansund liegt auf drei Inseln verteilt und ist im Hafen mit kleinen Booten im Pendelverkehr verbunden. Sehenswert auch vorgelagert die Insel Grip mit einem außergewöhnlich dichten Gebäudebestand auf flachem Felsrücken. Für Rollskifans dürfte Kristiansund auch bekannt sein, so doch hier im Sommer wichtige Vorbereitungsrennen der Langlaufelite standfinden.

Weiter in den Fjorden finden sich größere Orte, wie z.B. Surnadal. Hier geht wie im ganzen Fjordland nichts ohne die kurze Fähre über den nächsten Meeresarm. Reisen wird deutlich entschleunigt.

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Von Tustna bis Lesund

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Lesund

Wir fahren den Fv65 von Surnadal kommend immer weiter hinaus Richtung Küste. Am Skålvikfjorden treffen wir dann auf die der Küste folgende E39. Wir folgen dieser nur kurz in Richtung Trondheim. Da wir weiter hinaus zum Meer wollen, nehmen wir die selten fahrende Fähre von Hennset nach Arasvika. Ziel der Reise ist die Überquerung der Insel Ertvågsøya, um dann nach Tustna zu gelangen. Während das Landschaftsbild bislang eher lieblich war, hat Tustna schon größere Erhebungen (ca. 900 m), die markant weit sichtbar bleiben.

Smøla mit Veidholmen

Das Kontrastprogramm zu den Bergen Tustnas stellt die Insel Smøla dar. Völlig flach und mit vielen Feuchtgebieten im Inneren und idyllischer Küstenkultur an seinen Ufern. Unser Ziel auf Smøla ist besonders seine Nordspitze mit dem in jedem Wetterbericht erwähnten Veidholmen. Ein Küstenort weiter draußen, auf Holmen und schmalen Landzungen gelegen. Unbedingt empfehlenswert.

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Auf dem Weg hinaus nach Veidholmen passiert man den Ort Hopen. Im Hintergrund Hitra.

Während der spektakuläre Atlanterhavsvegen in jedem Norwegen-Forum Erwähnung findet und reichlich dessen Bilder geteilt werden, muss man Bilder zum Weg hinaus nach Veidholmen suchen. Obwohl auch hier ein spannender Weg über viele Inseln und Holmen führt. Zum Ende hin macht es hier aber Sinn, zu Fuß hinein in den wunderschönen Ort zu gehen. Parkplätze sind Mangelware. Und genau das Macht den Scham Veidholmens aus. Nur einladend wirkenden Häuser und offenes Meer. Und natürlich ein prall gefühlter Hafen mit Booten jeder Preisklasse. Im Sommer ziehen auch kleine Konzerte die Menschen aus Trondheim oder Kristiansund hier hinaus.

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Ålvundfjorden/Tingvollfjorden

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Ålvundfjorden

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Nordmøre und das Nordvestlandet ist jenseits der Küstenlinie und jenseits der Städte und größeren Ortschaften durch im Verhältnis liebliche Fjorde geprägt. Hier sind es nicht die schroffen Felsen und wilden Wasserfälle, die die Sehenswürdigkeit ausmachen. Der Ålvundfjorden ist durch grüne Matten und bewaldete Hänge geprägt. Der "Hingucker" ist möglicherweise der Ytre Sula (1300 m), der im Hinterland zu den westlichsten Ausläufern von Trollheimen gezählt werden kann.

Noch etwas flacher werden die Hänge am Tingvollfjorden. Einige schöne Badestellen finden sich und der  zentrale Ort ist Tingvoll, der über alle wesentlichen Einrichtungen eines echten Zentrums verfügt. Bei Gjemnes findest sich die gleichnamige Brücke als Verbindung hin nach Kristiansund.

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Tingvollfjorden

Hitra und Frøya

Hitra und Fröya
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Zugegeben. Wir ziehen das "Fjordland" mit der Hinzunahme der Inseln Hitra und Frøya sehr weit nach Norden Richtung Trondheimsfjord. Andererseits ist die geografische Nähe hin zu den kleineren, unspektakuläreren Fjorden des Nordwestlandes gegeben. Zumindest in Bezug auf die Luftlinie. Die Anreise mit Auto zieht sich schon ordentlich über den Fv714 und den Hitratunnel, der ziemlich steil hinab unter das Meer zu den Inseln führt. Langsam fahren. - Wir verbinden unseren Aufenthalt hier draußen mit einem der schönsten Ferienhäusern, das wir in unserer recht langen "Karriere" im Land erleben durften. Ausnahmsweise war uns aus schwer erklärbaren Gründen der Preis "fast egal". Wir wollten zu Ostern möglichst vom Wohnzimmerfenster aus ein wunderschönes Panorama genießen. Jemand war etwas "fußkrank" und darauf galt es Rücksicht zu nehmen. Aber, was für eine "Entschädigung"...

Traumhaus am Dolmsundet

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Wie standen fein eingebettet in den Küstenfelsen nahezu direkt am Wasser des Dolmsundet, der grob gesagt, die Hauptinsel Hitras von der Insel Dolmøya trennt. Direkt nördlich davon wiederum befindet sich der Frøyfjorden, der, wie sollte es anders sein, dann den Übergang zur kargeren Insel Frøya, darstellte.

Wie schön ist es, abends den Sonnenuntergang Richtung Westen genießen zu können, ohne sich dem teils recht kalten Wind aussetzen zu müssen. Zudem hatten wir die (leider unbegründete) Hoffnung, dass sich hier draußen Schwertwale auf ihrem Zug nach Hering verirren könnten. Zu Osten beginnt so langsam der Zug der Fische in die küstennahe Fjorde und Sunde...

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Hier schläft man prima...

Ausflug nach Frøya und dem Ort Titran

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Slettringen fyr

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Auf der nördlich gelegenen Insel Frøya möchten wir euch vor allem den Ort Titran vorstellen. Dazu fahren wir durch den Frøyatunnel. Steil hinab geht es und sehr wohl fühlen wir uns sicher nicht. Anschließend geht es steil westwärts auf dem Sørfrøyveien, immer an der südlichen Küsten entlang. Hier kann man spannende Abzweigungen nehmen, die nachher auch auf unbefestigten Wegen verläuft. Menschenarm ist das hier nicht. Überall Einfamilienhäuser, die eine schöne Aussicht ihr Eigen nennen können.

Titran liegt wunderschön an Felsbändern, die weit ins tiefblaue Meer ragen. Der Fv6460 verläuft ewig nahezu geradeaus. Selten finden sich Abzweigungen zu Bauernhöfe oder Kleinboothäfen.

Titran hat überraschend viele Häuser und der Leuchtturm bestimmt den Horizont.

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Titran und Küstenkultur

Stabben fort ist eine Anlage aus dem 2. Weltkrieg und bezeugt auch die Wichtigkeit der Meeresstraßen hier in den Kriegszeiten. Der kalte Wind, jetzt im April, lässt uns nur eine übersichtliche Zeit draußen am Meer.  Titran ist ein ehemaliger Fischerort und übrigens auch 1986 der erste Ort in Norwegen, der eine Versuchswindanlage sein Eigen nennen konnte.

Hitra Inland und Aussicht Richtung Festland

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Tustna-Berge ...in Sicht.

Wir fahren auf Hitra den Fv713, der als Ringweg die komplette Insel umrundet. Zunächst geht es westwärts in Richtung Kvenvær. Wir fahren durch Inland und das Meer ist weit weg. In Teilen kommt man sich wie in den flacheren Teilen der Telemark vor. Durchaus waldige Partien wechseln sich mit kahlen, felsigeren Partien ab. Einzig das Håvikfjell mit seinen rund 250 Meter ragt ein wenig heraus. Abwechslungsreich fanden wir den Bereich, der die weite Aussicht in Richtung Festland ermöglichtet. Die schneebedeckten Berge blinken in der Ferne. Besonders markant die Tustna-Berge südwestlich.

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© 2023 Nicolas Mauck. Erstellt mit  Wix.com

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